Der Saalachsee ist ein Stausee in Kibling (Gemeinde Schneizlreuth) bei Bad Reichenhall in Bayern, der von der Saalach-Staumauer, auch Kiblinger Sperre oder Stauwehr Kibling genannt, aufgestaut wird.

Eine Talsperre wurde hier bereits 1910 - 1913 gebaut. Der Zweck war, eine Wasserkraftanlage an der Saalach, einem Nebenfluss der Salzach, die über den Inn in die Donau fließt, zu betreiben. Heute betreibt die Deutsche Bahn-Tochter DB Energie GmbH die unter Denkmalschutz stehende Anlage. Von 2004 - 2005 hat die Bahn im unmittelbaren Anschluss an das bestehende Sperren-Bauwerk ein zusätzliches Restwasserkraftwerk neu gebaut. Mit dem Bau wurde am 14. April 2004 begonnen; Probebetrieb war am 22. Dezember 2004 und am 17. Februar 2005 wurde es in Betrieb genommen. Im neuen Restwasserkraftwerk läuft eine vertikale Kaplan-Turbine mit einem Durchmesser von 1,1 Metern bei einer Fallhöhe von 13 Metern. Der Generator hat eine Nennleistung von 700 Kilowatt; damit können jährlich fünf Millionen Kilowattstunden Strom für die Bahn und rund 1000 Einwohner erzeugt werden.

Ein Problem sind die Schlammablagerungen und Geschiebefrachten, die besonders bei Hochwasser von der Saalach aus dem Oberlauf in den Saalachsee transportiert werden und sich dort absetzen, was zu einer stetigen Verlandung führt. In der Folge fehlen diese Geschiebemassen im Unterlauf, was dazu führt, dass sich das Flussbett flussabwärts immer tiefer eingräbt und kostspielige wasserbauliche Maßnahmen wie Sohlgleiten erforderlich werden. Eine Verbesserung trat im Zustand des durch die Umleitung der Saalach trocken gefallenen Bettes der Ausleitungsstrecke ein; seit dem Jahr 2005 läuft durch das alte Flussbett wieder das Wasser, welches über das Restwasserkraftwerk an der Staumauer abgeleitet wird. Eine Durchwanderbarkeit für Fische und Kleinlebewesen ist in Ermangelung einer Fischtreppe an der Staumauer noch nicht gegeben.

Die neue Staumauer ist 13 m hoch, 130 m lang und der Stauinhalt liegt zwischen 1 und 20 Millionen Kubikmetern.

Technische Daten des Restwasserkraftwerkes

Turbine: Doppelt regulierte Kaplan-Rohrturbine, Ausführung vertikal, Z-Rohrturbine wassergeschmiertes unteres Turbinenlager
Laufraddurchmesser: 1,1 Meter
Drehzahl: 428 Umdrehungen/Minute
Generator: direkt gekoppelter Drehstromgenerator
Leistung: 700 Kilowatt
Frequenz: 50 Hertz
Max. Arbeitsdargebot: über 5 Mio. kWh (5 GWh)
Nenndurchfluss: 6 m⊃3;/s
Baubeginn: 14. April 2004
Probebetrieb: 22. Dezember 2004
Inbetriebnahme: Anfang 2005
Erdaushub und Felsabbruch: 4.700 m⊃3;
Stahlbeton: 1.400 m⊃3;
Kosten: über 2 Millionen Euro

QUELLE: Wikipedia